Die Schwimmgruppe finde ich ganz gut

Masoud R., 23 Jahre, lebt seit November 2013 im Lebensräume Wohnheim in Offenbach. Das knappe halbe Jahr, sagt er, komme ihm „viel länger“ vor. Er war über das Angebot im Wohnhaus überrascht und versteht sich gut mit seinen beiden Mitbewohnern in der Wohngruppe. Er lernt gerade, sich um sein Zimmer zu kümmern, Toilette und Bad zu reinigen. Mit anderen zusammen zu Wohnen tut ihm gut. Täglich besucht er seine Mutter, sie ist für sein Leben ein wichtiger Bezugspunkt.

„Meine Depressionen sind  besser geworden, seitdem ich hier bin“, sagt Massoud R.

Masoud R. kam mit 19 Jahren zur Behandlung in die Psychiatrische Klinik. Er konnte nicht mehr alleine in seiner Wohnung sein. Schwere Ängste und die Depression machten ihm zu schaffen. Seine Mutter brachte ihn in die Klinik. Vier stationäre Aufenthalte hat er mittlerweile hinter sich. Sieben Jahre arbeitete er in Offenbach in einer Produktionsschule, reparierte Fahrräder und half in der Wäscherei.

Jetzt hat er ein sicheres Wohnumfeld und kann auch wieder mal lachen. Seit er in der Wohngruppe im Wohnheim lebt, sind seine depressiven Zustände  und Ängste weniger geworden. Masoud R. findet die Schwimmgruppe „ganz gut“ und erzählt, dass ihm „das Basteln“ in der Eergotherapie Spaß gemacht hat. „Ich habe bunte Ostereier angemalt“.

Masoud R. braucht noch Zeit, um wieder selbstständig einen Haushalt führen zu können. Er beginnt in der Wohnküche zu kochen und sein Zimmer in Ordnung zu halten. Gerne würde er den Führerschein machen und sich eine „kleine Aushilfsstelle“ suchen.