Sportlich gelebte Inklusion

Am 8. September 2019 war die Stiftung LEBENSRÄUME und ihr Tochterunternehmen Rehabilitationsgesellschaft GmbH zum sechsten Mal beim LAUF FÜR MEHR ZEIT in der Frankfurter Innenstadt am Start. 26 Teilnehmer*innen versammelten sich an der Alten Oper – so viele wie noch nie, freut sich Andrea Buchert von der Offenbacher Tagesstätte, die für LEBENSRÄUME den Lauf mitorganisierte. „Besonders schön fand ich aber, dass neben Mitarbeiter*innen und Klienten erstmals auch deren Angehörige mitliefen.“
LEBENSRÄUME konnte damit alle drei Kategorien von Bambini mit 300 Meter über 5 Kilometer laufen und walken bis hin zum 10 km Lauf der Benefizveranstaltung für die AIDS-Hilfe Frankfurt e.V. belegen. 

Melanie Franzen, Mitarbeiterin bei LEBENSRÄUME Obertshausen, freute sich auch dieses Jahr darüber, „zu so einem schönen Anlass immer wieder zusammenzukommen und miteinander auf einer anderen Ebene als im Arbeitsalltag sprechen zu können“. Mit Freude berichtet die Mitorganisatorin des LEBENSRÄUME-Teams von Emilie P., die erstmals mit ihren beiden erwachsenen Kindern und deren Freundin die 5 Kilometer mitlief. „Nächstes Jahr bin ich wieder dabei“, sagt Emilie P. 

Legendär ist mittlerweile das gemeinsame Eis essen bei Häagen-Dazs auf der Fressgass. Mit einer Spachtel wird die leckere Eiscreme in große Waffeln getürmt. Alljährlich belohnen sich damit die Läufer*innen für ihren sportlichen Einsatz auf Frankfurts Straßen. Christoph Wutz, Vorsitzender der Stiftung LEBENSRÄUME, lief unter den 26 Teilnehmer*innen und freute sich über das schöne Laufevent mit der gut gestimmten Truppe, die seine Teilnahme sehr begrüßte. „Nächstes Jahr machen wir einen Lauf in Offenbach“, sagt er mit Überzeugung. Geplant ist der Charité Kranlauf für die AIDS-Hilfe Offenbach e.V. rund um das Hafenbecken im Oktober 2020 – auch wenn die Läufergruppe nicht wie in Frankfurt mit Motorrädern der Polizei eskortiert werden wird. 

Melanie Franzen und ihre Mitstreiter*innen in der Walkinggruppe begeisterte der kräftige Applaus und Jubel am Start an der Alten Oper. Die Gruppe walkte bei kurzweiligen Gesprächen beginnend von der Hochstraße in Richtung Schillerstraße über die Frankfurter Zeil und wieder zurück über den Gotheplatz in die Fressgass – zu Häagen-Dazs. „Dabeisein ist alles“, sagt Melanie Franzen zum „Lauf für gelebte Inklusion auf der Straße“ und fügt hinzu: „Vor zwei Jahren standen wir beim 10 km Lauf mit auf dem Treppchen. Simone Blumör aus Obertshausen erkämpfte sich den dritten Platz“.

Zum Abschluss des Benefizlaufs, den die Verkehrsgesellschaft Frankfurt VGF zugunsten der AIDS-Hilfe ausrichtete, waren sich die LEBENSRÄUME Läufer*innen einig: „Nächstes Jahr sind wir wieder dabei“, sagt Andrea Buchert. Dafür wollen die Tagesstätten-Besucher*innen trainieren und eine Walking-Gruppe einrichten. Hervorheben möchte die Mitarbeiterin auch, dass alle Teilnehmer*innen die An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Gruppen organisiert haben.

4.577 Läufer*innen sind 2019 trotz Regen an den Start gegangen und haben mit ihren Startgeldern rund 96.000 € an Spenden für die Betreuungs- und Hilfsangebote der AIDS-Hilfe Frankfurt e.V. gesammelt. Seit über 29 Jahren unterstützt und betreut der gemeinnützige Verein tausende von Menschen mit HIV-Infizierung. Angeboten wird häusliche Betreuung, Aufklärungsarbeit an Schulen, Arbeitsplätzen und in der Öffentlichkeit.

Kontakt: LEBENSRÄUME Offenbach, Andrea Buchert, T 069 83 83 92-0
LEBENSRÄUME OBERTSHAUSEN, Melanie Franzen, T 06104 409 98-10