Partizipation als Mehrwert

Die Vorstandsmitglieder der Stiftung LEBENSRÄUME haben mit Jahresbeginn 2019 ihre Zuständigkeiten neu geregelt. Gabriele Blechschmidt ist seitdem kaufmännischer Vorstand und für die betriebswirtschaftliche Steuerung des Unternehmens zuständig. Monika Hubert verantwortet als Fachvorstand nun die inhaltliche und wirtschaftliche Arbeit der Stiftungsbetriebe. Christoph Wutz übernimmt als Stiftungsvorsitzender strategische Aufgaben für die Weiterentwicklung des Gesamtunternehmens. Ein Portrait.

Frau Blechschmidt, wie haben Sie nach dem intensiven Arbeitsjahr 2018 mit dem Wechsel des Vorstandsvorsitzenden die Zeit zwischen den Jahren verbracht?

Mit meiner Familie. Und ich habe das Buch „Menschenrechte und Menschenpflichten“ von Aleida Assmann gelesen. Es hat mich sehr beeindruckt. Die Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels 2018 geht darin den zentralen Fragen des Zusammenlebens nach: Wie wollen wir künftig miteinander umgehen? Welche Rolle spielen dabei Hautfarbe und Religion? Wie können wir die Trennung überwinden und das Verbindende herausstellen?

Sie sind seit 2001 Verwaltungsleiterin der Geschäftsstelle und in Ihrer zweiten Vorstandsperiode. Hat sich ihre Arbeit mit dem partizipativen Führungsstil des neuen Vorstandsvorsitzenden verändert? 

Es ist eine andere Form der Zusammenarbeit. Das spüre ich an der Fülle und Tiefe der Themen. Ich werde anders in Anspruch genommen und trage mehr Verantwortung. 

Frau Hubert, auch Ihre Funktion hat sich von der Betriebsleiterin für den Ost- und Westkreis Offenbach hin zum Fachvorstand gewandelt. Haben Sie jetzt ein festes Büro?

Seit Januar 2019 habe ich als Fachvorstand für die Stiftungsbetriebe jetzt mein Büro dauerhaft in der Geschäftsstelle in Offenbach.  

Das operative Geschäft für Menschen mit psychischen Erkrankungen mit aufsuchenden Diensten, verschiedenen Wohnformen und Hilfen zur Tagesgestaltung ist anspruchsvoll. Wie haben Sie die Arbeit ohne Betriebsleiter geregelt? 

Seit 2019 gibt es bei der Stiftung keine Betriebsleiter mehr. Die fachlichen Aufgaben haben wir auf die Ressortleiter übertragen und damit ihre Kompetenzen an den Dienstorten sowohl erweitert als auch aufgewertet. Sie tragen jetzt die Verantwortung für die Alltagsarbeit. Ich treffe mich mit ihnen einmal im Monat zum fachlichen Austausch der Ressortleitungskonferenz und geplant ist weiterhin eine monatliche Teilnahme der Ressortleitungen an der Vorstandssitzung. Meine Hauptaufgabe besteht darin, die fachliche und wirtschaftliche Arbeit in den Betrieben zu steuern und eine hohe Versorgungsqualität sicherzustellen.

Herr Wutz, Sie sind das neue Gesicht von LEBENSRÄUME in Offenbach und seit Juli 2018 Vorstandsvorsitzender. Wie fällt Ihre erste Bilanz aus?

Einerseits bin ich erst sechs Monate in Offenbach, andererseits habe ich das Gefühl, noch nie etwas anderes gemacht zu haben. Für mich ist es immer noch sehr intensiv, eine Zeit des Aufnehmens und Lernens. Ein Lernen der Gepflogenheiten des „Betreuungsgeschäfts“, der politischen und wirtschaftlichen Bezüge, der sich verändernden Parameter im Unternehmen durch das Bundesteilhabegesetz. In der Vorstandsarbeit ist mir wichtig, dass Entscheidungen nicht von einer Einzelperson abhängig sind. Wir wollen uns die Prozesse und Handlungsrahmen gemeinsam ansehen. Deshalb haben wir die Aufgaben neu verteilt und möchten vor allem auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstärkt in Veränderungsprozesse einbinden.

Was sind Ihre konkreten Aufgaben?

Meine Aufgabe sehe ich vornehmlich in den Metathemen, die für das Überleben und die Fortentwicklung des mittelständischen Sozialunternehmens Lebensräume notwendig sind: Ausgestaltung der Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Handicaps im Kontext des BTHG, Neuausrichtung der Zusammenarbeit mit Leistungsträgern, Transfer des Leistungsspektrums von stationär zu ambulant, Aufbau strategischer wie operativer Kooperationen und Partnerschaften, Identifikation und Vorantreiben neuer Aufgabenfelder. 

Die Vorstandsmitglieder der Stiftung LEBENSRÄUME und ihre Aufgaben (von links): Vorstandsvorsitzender Christoph Wutz übernimmt strategische Aufgaben und die Weiterentwicklung des Sozialunternehmens, Monika Hubert verantwortet als Fachvorstand die Stiftungsbetriebe und Gabriele Blechschmidt ist als kaufmännischer Vorstand für die betriebswirtschaftliche Steuerung des Unternehmens LEBENSRÄUME zuständig.   

 

Wie sieht die Beteiligung und Teilhabe der Mitarbeiter konkret aus? Und wie gehen Sie im Unternehmen mit der operativen Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) um?

Wir haben nach meinem Amtsantritt alle Mitarbeiter eingeladen, ihre Ideen zur Umsetzung des BTHG einzubringen. Im weiteren Prozess haben sich dazu fünf Arbeitsgruppen mit ganz unterschiedlicher fachlicher Zusammensetzung entwickelt, in denen seit Herbst 2018 jeweils ein Aspekt des Bundesteilhabegesetzes bearbeitet wird: Arbeit, Betreuung, Qualitätsmanagement, Zugangswege zu LEBENSRÄUME und Administration. Der Vorstand ist in die AGs involviert und begleitet die Arbeit. Mir ist es wichtig, dass wir durch solche Verfahrensweisen möglichst umfassend die Kompetenz der gesamten Stiftung abrufen. Das ist deshalb auch mehr als eine Prozessfrage. Ich bin davon überzeugt, dass Qualität nur im Diskurs entsteht, durch Partizipation. Die vorhandenen Wissens- und Erfahrungsschätze zu heben, ist mehr denn je von zentraler Bedeutung für den zukünftigen Erfolg unserer Arbeit. 

Frau Blechschmidt, was müssen Sie in der Verwaltungsarbeit anders denken und was bedeutet das für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?

Durch die neue Gesetzgebung mit dem BTHG kommen administrative Mehraufgaben auf uns zu. Wir müssen für den Leistungsträger LWV rückwirkend eine umfassende Kostenaufstellung unserer Einrichtungen wie Wohnheime, ausgelagerte Wohnheimplätze in Eigen- und Fremdimmobilien erstellen. Mit den Zahlen wird der Leistungsträger die Finanzierung nach dem BTHG neu berechnen. Der Kostenrahmen muss neu abgesteckt werden, dazu werden andere Tools und ein anderer Kontenrahmen benötigt. Im Moment haben wir sehr viel Arbeit, ohne dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich der neuen Aufgaben wirklich annehmen können.

Herr Wutz, was ändert sich für die Mitarbeiter vor Ort durch das BTHG und wie kommunizieren Sie den neuen Ansatz?

Der administrative, logistische bzw. infrastrukturelle Aufwand ist bereits jetzt  erheblich, das wird sich im Zuge der BTHG-Umsetzung noch steigern. Umso wichtiger wird es sein, diese sogenannten unterstützenden Prozesse so effizient wie möglich zu gestalten, um möglichst viel Zeit und Energie in die Unterstützung der Menschen zu investieren, die sich uns anvertrauen. Gegenwärtig haben wir eine Ballung von Themen und sind stark extern getrieben. Die meisten Vorgaben zum Handling des BTHG kommen naturgemäß vom Gesetzgeber bzw. den ausführenden Stellen der öffentlichen Verwaltung. Wir müssen aber selbstverständlich auch eigene Themen und Akzente setzen und dabei die Kompetenz einbringen, die sich LEBENSRÄUME über viele Jahre erarbeitet hat. Bei aller Hinwendung zu ambulanten Leistungen braucht es auch zukünftig ein breit gefächertes Angebotsspektrum, um möglichst vielen Bedarfen gerecht zu werden; z. B. ein Grundsetting, wie  Besondere Wohnformen für chronisch erkrankte Menschen.

Wird jetzt Christoph Wutz LEBENSRÄUME neu erfinden?

Wir müssen nicht alles neu erfinden, viele unserer Ansätze haben sich bewährt. Was sich über alldem wohl am meisten ändern wird und teilweise bereits geändert hat, ist das Menschenbild, mit dem wir unserem Auftrag nachgehen. Nicht Fürsorge, Betreuung oder Integration machen zukünftig unsere Arbeit aus, vielmehr Inklusion, Unterstützung und Assistenz. Diesen Wandel kann man nicht einfach verordnen, auch wenn die UN-Behindertenrechtskonvention oder das BTHG eben solche neuen Begriffe setzt und damit neue Ansprüche formuliert. Darüber muss man miteinander reden, sich im Diskurs immer wieder neu damit und mit den Kollegen auseinandersetzen. Ich bin allerdings überzeugt, dass diese z. T. neu gesetzten Paradigmen grundsätzlich den richtigen Weg hin zu einer besseren gesellschaftlichen, sozialen und politischen Teilhabe von Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen oder Beeinträchtigungen beschreiben. Von daher rede ich mir dazu bei Lebensräume gerne auch den Mund „fusselig“.  

Frau Hubert, ist durch das BTHG die Alltagsarbeit für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter komplizierter geworden?

Klienten in ihrer Selbstbestimmung zu unterstützen bzw. sie zu einem selbstbestimmten Leben zu motivieren ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die von unseren Mitarbeitenden höchst professionell umgesetzt wird.  Die große Herausforderung wird sich erst in 2020 zeigen. Sowohl  die betroffenen Menschen als auch unsere Mitarbeitenden werden sich mit dem Paradigmenwechsel auseinander setzten müssen. Mitarbeitende müssen dafür geschult werden. Dazu haben wir bei LEBENSRÄUME mit einer Bildungsbeauftragten ein Bildungsmanagement ins Leben gerufen. Es wird 2019 eine weitere große Veranstaltung zum BTHG geben. 

Welche Chancen eröffnen sich für die Profis und die Klienten? 

Das ist noch schwer zu sagen. Beide Seiten müssen ihre Interessen aktiv einbringen. Diese müssen dann aufeinander abgestimmt werden. Wir sind erst am Anfang dieses Prozesses.

Herr Wutz, wie erleben Sie LEBENSRÄUME in diesem Veränderungsprozess, den Sie als Paradigmenwechsel beschreiben?

LEBENSRÄUME stand schon immer für eine starke Personenzentrierung, für möglichst individuell zugeschnittene Leistungen, auch für den Ansatz „ambulant vor stationär“. Dennoch müssen wir uns zunehmend der Frage stellen, „wie wir etwas tun und nicht nur was wir tun“  Wir müssen uns weiterentwickeln und das „Wofür“ unserer Arbeit herausarbeiten, d.h. den Nutzen verdeutlichen. Auch müssen die Mitarbeiter weiterhin die sinnstiftenden Elemente ihrer Arbeit erfahren können, was angesichts der Zunahme an administrativen Vorgaben nicht immer leicht ist. Da eben LEBENSRÄUME so vielfältig ist, zähle ich dabei auf die belebenden Momente, die Neugierde der Menschen und setze auf eine fragende Grundhaltung aller, die es ermöglicht, Vorbehalte, Widerstände gar überwinden zu helfen und neue Lösungen, neue Passungen zu finden.

Welche Stellschrauben stehen Ihnen zur Verfügung und welchen Führungsstil pflegen Sie?

Der größte Schatz von LEBENSRÄUME ist neben der Fachkompetenz zweifellos Buntheit und Vielfalt. Daraus entstanden in der Vergangenheit oft höchst kreative Lösungen und Angebote. Das gilt es im Kern zu bewahren. Die Herausforderung besteht darin, dies mit dem Muss eines jeden Unternehmens zusammenzubringen: möglichst kohärent, effizient und professionell seinem Auftrag nachzugehen, gewissermaßen Pflicht und Kür zu tanzen. Der beste Weg dazu ist meiner Auffassung nach, uns eine  gemeinsame Grundhaltung zu erarbeiten, die uns zusammenfinden lässt und verbindet. Dazu ist m. E. Teilhabe auf allen Ebenen die Zauberformel. Partizipation schafft Mehrwert und Identifikation. Das ist meine Grundüberzeugung.

Herr Wutz, was bedeutet für Sie Arbeit?

Arbeit ist für mich, morgens aufzustehen und die Möglichkeit zu haben, meine Ideen und Vorstellungen realisieren zu können, möglichst wenig fremdbestimmt zu sein. Damit verbunden sehe ich meine Aufgabe als Führungskraft vornehmlich darin, es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und allen Menschen bei Lebensräume zu ermöglichen, ihre Potentiale zu nutzen. Wichtig für mich ist auch, bei der Arbeit und bei wichtigen Entscheidungen nicht alleine zu bleiben, sie idealerweise gar dort treffen zu lassen, wo die entsprechende Fachlichkeit vorhanden ist. Insofern bin ich ein großer Anhänger des Subsidiaritätsprinzips. Für genauso wesentlich halte ich es, den Blick auf das Große und Ganze nicht zu verlieren. Dazu brauche ich jedoch unbedingt den kollegialen Austausch. Ich habe mich nie wohlgefühlt, als Einzelkämpfer zu arbeiten und bin sehr daran interessiert zu sehen, wie sich andere Menschen engagieren und wiederum selbst davon zu lernen.

Und Wohnen?

Wohnen bedeutet für mich Leben und das Leben um mich herum zu spüren. Wohnen ist mittendrin, ist Heimat; Wohnen passiert. Wohnen ist das, was das Leben ausmacht. Meine Frau kommt aus dem Ausland und ich lebe mir ihr und unseren beiden Kindern quasi ein multikulturelles Leben. Ich habe also den bunten Strauß, den ich bei Lebensräume sehe, auch in meinem privaten Lebensumfeld. 

Frau Blechschmidt, was bedeutet für Sie Arbeit, was Wohnen?

Im Moment erlebe ich die Arbeit als sehr anstrengend. Arbeit ist für mich aber Selbstverpflichtung. Ich komme aus der evangelischen Arbeitsethik.
Wohnen ist für mich das Wichtigste überhaupt. Damit schließe ich die Menschen mit ein, die mit mir und um mich wohnen.  

Frau Hubert, welche Konsequenzen hat der neue Führungsstil von Christoph Wutz für Ihre Arbeit? 

Wir können froh sein, dass wir Herrn Wutz haben. Er ist der treibende Motor für die aktuellen Herausforderungen und sorgt für ein gutes Miteinander. Ich profitiere sehr von ihm. Die Zusammenarbeit erlebe ich als gleichberechtigt, auch wenn sie manchmal anstrengend ist. 
Wir haben eine lebendige Kommunikation, sprechen konzentriert miteinander und nutzen spontan die Sofaecke für kurzfristig notwendige Gespräche.

Wie kommunizieren Sie mit Ihren Mitarbeitern im operativen Geschäft?

In meiner früheren Funktion als Betriebsleiterin war ich viel unterwegs in den Betrieben und habe mit den Mitarbeitern direkt vor Ort gesprochen. Ich arbeitete sehr gerne mit ihnen zusammen, auch mit Klienten. Der enge Kontakt fehlt mir natürlich. Aber ich werde noch eingeladen zu Veranstaltungen und Festen und bemühe mich sehr, die Termine wahrzunehmen. Das ist mir wichtig. Auch möchte ich zu den Mitarbeitern in den Betrieben, soweit es mir möglich ist, weiterhin einen guten Kontakt pflegen.

Frau Blechschmidt, Sie sind auch für die Verwaltung des Nachbarschaftshauses in der Grazer Straße in Bieber zuständig. Werden Sie auch diese Jahr für das Sommerfest der Bewohner Grillfleisch einkaufen und mit Ihnen an den Gartentischen sitzen?

Nein. Das habe ich zum fünfjährigen Jubiläum des Hauses gemacht. Der Projektstatus ist für die Bewohner abgeschlossen. Sie leben in ihren Wohnungen wie alle anderen Menschen auch. Sie grillen jetzt alleine unter sich, auch ohne unseren Concierge. 

Frau Hubert, Ihr Schlusswort. 

Wir sind im Moment stark gefordert, sind aber sehr gut aufgestellt. Ich bin zuversichtlich.

Herr Wutz, Sie haben das letzte Wort. Haben Sie schon mit einem Klienten einen Kaffee getrunken?

Nicht nur Kaffee. Die Gelegenheiten sind zwar rar, aber jedes Mal intensiv. Als kürzlich die Sozialdezernentin Sabine Groß unser inklusives Wohnprojekt am Wilhelmsplatz besuchte, konnte ich hautnah miterleben, wie die Menschen dort leben. Sehr beeindruckt hat mich, dass kein Mensch das frühere Wohnheim im Starkenburgring vermisste. Das verbuche ich als Belohnung für all das, was wir tun.

Wie oft sind Sie vor Ort in den Betrieben? Was ist Ihnen wichtig im Gespräch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern?

Immens wichtig sind mir die regelmäßigen Zusammenkünfte mit den Ressortleiterinnen und Ressortleitern und dem Betriebsrat, wie auch mit dem Aufsichtsrat sowie der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen hier in der Geschäftsstelle. Das ist mein wesentlicher Bezugsrahmen. Kommunikation und Information halte ich wie gesagt für ein Unternehmen für elementar. Ich lege deshalb Wert darauf, mich mit möglichst vielen Kolleginnen und Kollegen auseinanderzusetzen und möchte wissen, warum es für sie wichtig ist, dieses oder jenes im Unternehmen voranbringen zu wollen. Ich gebe aber zu, dass der Austausch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Betrieben –aufgrund der Fülle von Themen– derzeit etwas auf der Strecke bleibt. Ich habe mir allerdings fest vorgenommen, dies in Zukunft wieder zu ändern. 

Ihr letzter Satz:

Die Energie möglichst ins Gestalten stecken, dabei eine professionelle Distanz pflegen, um Voreingenommenheit oder gar Betriebsblindheit vorzubeugen und so stets die nötige „Flughöhe“ beizubehalten, um den Wert und das Ziel dessen, was man tut und macht richtig einzuschätzen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Johann Kneißl. www.allemunde.de